Unterschiedliche Erwartungen an eine Solarstromanlage

Bei der Wahl eines Systemes können folgende Punkte eine Rolle spielen

  • möglichst vollflächige Nutzung des Daches
  • möglichst hohe Leistung der Anlage
  • architektonisch einwandfreie Integration der Anlage
  • kostengünstige Anlage
  • Kombinierbarkeit mit Kollektoren für Solarwärme und / oder anderen Dachelementen

Diese Erwartungen sind mit der Bauherrschaft zu gewichten, bevor die Anlage dimensioniert wird.


Grösse der Anlage

Anders als bei Solaranlagen für Wärme kann bei Solarstromanlagen unabhängig vom eigenen Energiebedarf Energie erzeugt und ins Netz eingespeist werden (Ausnahme Inselanlagen). Im Prinzip kann eine Solarstromanlage also so gross gebaut werden, wie es die Dachfläche und das Budget der Bauherrschaft zulässt.
Andererseits wünschen viele Bauherrschaften mindestens einen rechnerischen Bezug zwischen der Stromproduktion und ihrem Strombedarf herzustellen: Der Bedarf an Haushaltstrom exklusive Wassererwärmung und Raumheizung liegt pro Person und Jahr bei ca. 1'000 kWh. Bei bestehenden Gebäuden kann auch die Abrechnung des Elektrizitätslieferanten Hinweise über den bisherigen Verbrauch geben. Achtung: Bei Wechsel der Bewohner und / oder Umbauten am Gebäude kann der Verbrauch sprunghaft ändern - insbesondere wenn etwa eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt wird etc. Pro 1 kWp Leistung der Solarstromanlage werden im Mittelland ca. 1'000 kWh Jahresertrag produziert. Für eine objektspezifische Simulation steht Ihnen unser Solarrechner auf www.soltop.ch oder der für Sie zuständige SOLTOP Gebietsbetreuer gerne zur Verfügung.


Ausrichtung der Anlage

Optimal ist eine gegen Süden ausgerichtete Fläche mit einer Neigung von ca. 30°. Der Einfluss von Schräge und Südabweichung ist gemäss nebenstehender Grafik gering. Der Ertrag eines direkt gegen Osten gerichteten Daches mit einer Neigung von 45° beträgt z.B. immer noch 75 Prozent des Optimums.


Verschattung vermeiden

Bei allen ELEKTRA Solarstrommodulen reduzieren die eingebauten Bypassdioden den Einfluss von Verschattung auf die Leistung. Trotzdem ist es zentral, dass Verschattungen so weit als möglich vermieden werden. SOLTOP verfügt mit dem eigens entwickelten Dachplanungstool über ein Instrument, um den Einfluss von Aufbauten zuverlässig vorher zu sagen und in die Planung einfliessen zu lassen.


Je besser die Kühlung des Moduls, desto höher die Leistung

Bei dachintegrierten Anlagen ist darauf zu achten, dass Montagesysteme gewählt werden, die eine optimale Hinterlüftung der Module / Laminate gewährleisten. SOLTOP ELEKTRA Kombi Module und das ELEKTRA Energiedach Montagesystem erfüllen diese Bedingungen in hohem Masse. Bei bauseitig erstellten Einfassungen ist der Entlüftung ebenfalls Rechnung zu tragen: Unten muss genügend kalte Luft angesogen, oben die warme Luft entweichen können. Wenn möglich sollen Sonnenkollektoren für Wärme oberhalb der Module für Solarstrom platziert werden, wobei im Zweifelsfall die Vermeidung von Teilverschattung auf den Solarstrommodulen Vorrang hat.